Bacteriphages, copyright IFNH ETH Zürich

ImmunoPhage

Auch knapp 100 Jahre nach der Entdeckung der ersten Antibiotika gehören bakterielle Infektionen zu den schwerwiegendsten Gesundheitsproblemen und stellen eine enorme Belastung für unser Gesundheitssystem dar. Die gängige Behandlungsmethode ist immer noch die Verabreichung von Antibiotika. Allerdings verursacht diese Praxis medizinische und sozioökonomische Nebenwirkungen, darunter die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen und die Störung des normalen Mikrobioms.
Darum haben sich acht Forschungsgruppen der Universität Zürich, der ETH Zürich, dem Universitätsspital Zürich und der Universitätsklinik Balgrist im Projekt «ImmunoPhage» zusammengeschlossen, um eine grundlegend neue Therapieoption zu entwickeln. Das Ziel ist, Bakteriophagen genannte Viren, die ausschliesslich Bakterien befallen, mit Elementen auszustatten, die gezielt die Immunabwehr unterstützen. Die Kombination von spezifischer antimikrobieller Aktivität mit immunmodulierenden Eigenschaften dieser Immunophagen bildet einen breit anwendbaren, nachhaltigen und massgeschneiderten Ansatz für die Behandlung von bakteriellen Infektionen sowie möglicherweise auch entzündlichen Krankheiten.